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Die Funktion von Netzmitteln besteht darin, feste Stoffe leichter mit Wasser benetzbar zu machen. Durch die Reduzierung der Oberflächenspannung kann sich Wasser auf der Oberfläche fester Stoffe ausdehnen oder in diese eindringen und so die Stoffe benetzen.

Netzmittel sind Tenside, die feste Materialien durch Reduzierung ihrer Oberflächenenergie besser mit Wasser benetzen. Sie bestehen aus hydrophilen und lipophilen Gruppen. Beim Kontakt mit der festen Oberfläche lagert sich die lipophile Gruppe an die Oberfläche an, während die hydrophile Gruppe in die Flüssigkeit hineinragt. Dadurch bildet die Flüssigkeit eine kontinuierliche Phase auf der festen Oberfläche – das ist das Grundprinzip der Benetzung.

Netzmittel, auch Penetrationsmittel genannt, verbessern die Benetzbarkeit fester Materialien durch Wasser. Dies beruht hauptsächlich auf der Reduzierung der Oberflächenspannung, wodurch sich Wasser auf der Oberfläche fester Materialien ausbreiten oder in diese eindringen und sie benetzen kann. Der Benetzungsgrad wird durch den Benetzungswinkel (oder Kontaktwinkel) gemessen. Je kleiner der Benetzungswinkel ist, desto besser benetzt die Flüssigkeit die feste Oberfläche. Verschiedene flüssige und feste Netzmittel unterscheiden sich in ihren Eigenschaften. Sie werden in der Textil-, Druck- und Färbe-, Papier-, Gerberei- und anderen Industrien eingesetzt. Darüber hinaus dienen sie der Latexherstellung, als Hilfsstoffe für Pestizide und Mercerisierungsmittel sowie gelegentlich als Emulgatoren, Dispergiermittel oder Stabilisatoren. Netzmittel für die Herstellung lichtempfindlicher Materialien erfordern höchste Reinheit und spezielle Produktionsverfahren.


Veröffentlichungsdatum: 03.08.2022