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Acrylamid

Kurzbeschreibung:


Produktdetails

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Synonyme im Englischen

AM

chemische Eigenschaften

Chemische Formel: C3H5NO
Molekulargewicht: 71,078
CAS-Nummer: 79-06-1
EINECS-Nr.: 201-173-7 Dichte: 1,322 g/cm³
Schmelzpunkt: 82-86 ℃
Siedepunkt: 125 ℃
Flammpunkt: 138 ℃
Brechungsindex: 1,460
Kritischer Druck: 5,73 MPa [6]
Zündtemperatur: 424℃ [6]
Obere Explosionsgrenze (V/V): 20,6 % [6]
Untere Explosionsgrenze (V/V): 2,7 % [6]
Sättigungsdampfdruck: 0,21 kPa (84,5 °C)
Aussehen: weißes, kristallines Pulver
Löslichkeit: löslich in Wasser, Ethanol, Ether, Aceton, unlöslich in Benzol, Hexan

Produkteinführung und Funktionen

Acrylamid enthält eine Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung und eine Amidgruppe. Aufgrund der Doppelbindungschemie polymerisiert es leicht unter UV-Bestrahlung oder bei Schmelztemperatur. Unter alkalischen Bedingungen kann die Doppelbindung an eine Hydroxylverbindung addiert werden, wodurch ein Ether entsteht. Bei Zugabe von primären Aminen können monadische oder binäre Additionsverbindungen gebildet werden. Bei Zugabe von sekundären Aminen entsteht ebenfalls eine monadische Additionsverbindung. Bei Zugabe von tertiären Aminen entsteht ein quaternäres Ammoniumsalz. Durch Zugabe von aktiviertem Keton kann die Addition sofort zu einem Lactam cyclisiert werden. Acrylamid kann auch mit Natriumsulfit, Natriumbisulfit, Chlorwasserstoff, Bromwasserstoff und anderen anorganischen Verbindungen reagieren. Es kann auch copolymerisiert werden, beispielsweise mit anderen Acrylaten, Styrol oder halogenierten Ethylen. Die Doppelbindung kann durch Borhydrid, Nickelborid, Carbonylrhodium und andere Katalysatoren zu Propanamid reduziert werden. Die katalytische Oxidation mit Osmiumtetroxid führt zu einem Diol. Die Amidgruppe dieses Produkts weist die chemische Ähnlichkeit aliphatischer Amide auf: Sie reagiert mit Schwefelsäure unter Bildung eines Salzes; in Gegenwart eines alkalischen Katalysators erfolgt eine Hydrolyse zum Acrylsäure-Stammion; in Gegenwart eines sauren Katalysators erfolgt eine Hydrolyse zu Acrylsäure; in Gegenwart eines Dehydratisierungsmittels erfolgt eine Dehydratisierung zu Acrylnitril; sie reagiert mit Formaldehyd unter Bildung von N-Hydroxymethylacrylamid.

verwenden

Acrylamid ist eines der wichtigsten und einfachsten Acrylamide. Es findet breite Anwendung als Rohstoff für die organische Synthese und Polymerherstellung. Da es wasserlöslich ist, wird es zur Herstellung von Flockungsmitteln für die Wasseraufbereitung eingesetzt, insbesondere zur Ausflockung von Proteinen und Stärke in Wasser. Neben der Flockung weist es weitere hervorragende Eigenschaften auf, wie Verdickung, Scherfestigkeit, Widerstandsreduzierung und Dispergierung. Als Bodenverbesserungsmittel erhöht es die Wasserdurchlässigkeit und das Feuchtigkeitsspeichervermögen des Bodens. Als Füllstoff in Papier erhöht es die Papierfestigkeit und ersetzt dabei Stärke durch ein wasserlösliches Ammoniakharz. Als chemisches Verpressmittel wird es im Tiefbau, beispielsweise beim Tunnelbau, bei Erdölbohrungen sowie beim Abdichten von Gruben und Staudämmen, eingesetzt. Als Fasermodifikator verbessert es die physikalischen Eigenschaften synthetischer Fasern. Als Konservierungsmittel dient es dem Korrosionsschutz von Bauteilen im Untergrund. Darüber hinaus findet es Anwendung in der Lebensmittelindustrie als Zusatzstoff, Pigmentdispergiermittel sowie in Druck- und Färbepasten. Mit Phenolharzlösung lässt sich Glasfaserklebstoff herstellen, und mit Gummi lässt sich daraus Haftklebstoff gewinnen. Durch Polymerisation mit Vinylacetat, Styrol, Vinylchlorid, Acrylnitril und anderen Monomeren können zahlreiche synthetische Materialien hergestellt werden. Dieses Produkt findet auch Verwendung als Rohstoff für Arzneimittel, Pestizide, Farbstoffe und Farben.

Verpackung und Transport

B. Dieses Produkt kann in 20-kg-Säcken verwendet werden.
C. Kühl, trocken und gut belüftet an einem gut verschlossenen Ort im Innenbereich aufbewahren. Behälter nach jedem Gebrauch wieder fest verschließen.
D. Dieses Produkt sollte während des Transports gut verschlossen sein, um zu verhindern, dass Feuchtigkeit, starke Laugen und Säuren, Regen und andere Verunreinigungen sich vermischen.


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