Wasserbeständigkeit: Als wasserfeste Emulsion ist die Wasserbeständigkeit die grundlegendste und wichtigste Eigenschaft. Emulsionen mit guter Wasserbeständigkeit gewährleisten in der Regel, dass der Anstrich auch nach längerem Einweichen in Wasser transparent bleibt und nicht so leicht weich wird. Gemäß der üblichen Analyse des physikalischen Erscheinungsbildes ist die Wasserbeständigkeit der blaulichten Emulsion besser als die der milchig-weißen oder rotlichten Emulsion. Generell gilt: Je kleiner die Partikelgröße, desto besser die Wasserbeständigkeit. Die Partikelgröße lässt sich anhand des Aussehens beurteilen. Reihenfolge der Partikelgröße: transparent > blaulicht > grünlicht > rotlicht > milchig-weiß. Dehnung: Je höher die Dehnung, desto besser die Flexibilität bei niedrigen Temperaturen und desto größer das Flüssigkeits-Pulver-Verhältnis. Daher bietet eine Emulsion mit hoher Dehnung ein besseres Kosten-Nutzen-Verhältnis.
Haftung: Eine gute wasserfeste Emulsion muss sehr gut auf dem Zementuntergrund haften. Die traditionellste und effektivste Methode ist, die Emulsion auf die Hände aufzutragen und an der Luft trocknen zu lassen. Dabei wird die Haftung der Emulsion geprüft. Lässt sie sich nur schwer von den Händen abreiben, ist die Haftung gut. Alternativ kann man die Emulsion mit Zement vermischen und auf die Fliesenoberfläche auftragen. Dies zeigt, dass die Haftung der Emulsion eher schlecht ist. Eine gute Emulsion lässt sich nach dem Trocknen nicht so leicht wieder abtragen.
Umweltschutz: Polymer-Wasserabdichtungsemulsionen werden alle durch Polymerisation hergestellt. Daher beeinflussen moderne Anlagen und die Stabilität der Rezeptur die Syntheseeffizienz maßgeblich. Bei Emulsionen mit geringer Syntheseeffizienz ist der Gehalt an freien Monomeren naturgemäß hoch. Diese freien Monomere sind toxisch. Je höher der Gehalt, desto schädlicher für den menschlichen Körper. Der Gehalt an freien Monomeren lässt sich in der Regel am Geruch erkennen. Andererseits kann beim Mischen von Polymer-Wasserabdichtung und Zement leicht Ammoniakgas entstehen. Obwohl Ammoniakgas an sich nicht sehr schädlich für den menschlichen Körper ist, kann es bei der Verarbeitung in geschlossenen Räumen wie Badezimmern oder Kellern aufgrund der ungleichmäßigen Luftzirkulation leicht zu einer zu hohen Ammoniakgaskonzentration pro Flächeneinheit kommen. Längeres Arbeiten in solchen Umgebungen kann leicht zu Verätzungen der Nasenschleimhaut führen.
Witterungsbeständigkeit: Polymerabdichtungen weisen eine bessere Witterungsbeständigkeit auf als Polyurethan und Styrol-Butadien-Kautschuk. Acrylemulsionen sind zwar witterungsbeständig, jedoch deutlich teurer als Styrol-Acryl-Emulsionen. Der Unterschied zwischen Styrol-Acryl-Polymeremulsionen und Acrylsäure liegt in der Vergilbungsbeständigkeit. Für Abdichtungsmaterialien wird jedoch im Allgemeinen Styrol-Acryl-Polymeremulsion verwendet, da sie preisgünstig ist und eine gute Witterungsbeständigkeit bietet.
Veröffentlichungsdatum: 27. April 2022



